Galerie aktuell      Eintritt frei
ver.di Kulturforum
 
   Kunstausstellungen
   des ver.di Kulturforums Bayern
  
   15. Oktober bis
   20. Dezember 2019

 »
Ein halbes Jahrhundert
   Münchner Lebenswelten«
     Sabine Jörg 

   Gewerkschaftshaus
   Schwanthalerstraße 64
   Haus B | 3./4./6. Etage
  Kunstausstellungen
 des ver.di Kulturforums
  
 
15. Oktober bis
 20. Dezember 2019

»Menschen.Blumen.Meer
 Retrospektive«
 Francine Stork Trembley

 Gewerkschaftshaus
 
Haus C | 4. Etage
 Haus B | 5. Etage 
 
Fotos oben: Francine Stork Trembley
                  Sabine Jörg








Öffnungszeiten

Mo bis Fr von 7:30 bis 21 Uhr
Sa i.a.R. von 10 bis 14 Uhr.

An So- und Feiertagen nicht!
Wer samstags sicher gehen will,
ob das Haus geöffnet ist, ruft bitte
089-53.56.17 an.
  

     
 
Das verdi Kulturforum zeigt
diese Ausstellung

auf mehrfachen Wunsch
ein weiteres Mal.

Leider können wir
aus Platzgründen
nicht alle Exponate zeigen.








Mit Klick auf das Plakat
(rechts)
geht es zur Vollversion der Ausstellung im Internet.

   15. Oktober bis
   20. Dezember 2019

»
Münchner Maler
   der Revolution 1918«



   

   Gewerkschaftshaus
   Schwanthalerstraße 64
   Haus B | 6. Etage
     
 
     









Das
ver.di Kulturforum Bayern
in München
Schwanthalerstraße 64


ist
erreichbar mit U4 und U5
(Haltestelle Theresienwiese)
und U1, U2 und U7 (Hauptbahnhof)

Tram 18,19 (Bayer-/Paul-Heyse-Straße)


mit dem MVV
  
   
 
     
Das ver.di Kulturforum richtet mit der Exposition »sa.si 2020« seine letzte Ausstellung im heutigen DGB Haus München aus. 

Wann und ob es im Übergangsquartier oder in einem möglichen neuen Gewerkschaftshaus mit unseren Ausstellungen weitergehen wird, wird sich zeigen.




* 
Ortsverwaltung und Bezirksleitung der IG Metall haben ihre Übergangs-Büros in der Werinherstraße bereits bezogen (das war wohl schon länger so geplant).

Dort ist aber für alle anderen Gewerkschaften und den DGB kein Platz. Wann der Auszug aus der Schwanthalerstraße erfolgen kann, ist derzeit noch nicht bekannt.
 
   Ab 15. Januar 2020
     zeigt die Sammlung Sisyphos
     bis zur Schließung* des
     Münchner DGB Hauses
     ihre Exponate und
     die aktuellen Leihgaben
     von Künstler/innen und Sponsoren.


»sa.si 2020«
  Sammlung Sisyphos



   Gewerkschaftshaus
   Schwanthalerstraße 64
   Haus B | 4.|5.|6. Etage 
   Haus C | 4. Etage
 
 
 

Besuchen Sie

unsere virtuellen Ausstellungen
mit Klick
auf die jeweiligen
Ausstellungsplakate

oder die Icons
weiter unten

 
 
   
   
     
Topografische Spuren der Münchner Gewerkschaften 
 
     
Widerstandsdenkmal München am Platz der Freiheit

Gerne ergänzen wir die Liste der gewerkschaftlichen Widerstandskämpfer/innen.

Wir laden ein, Fotos mit Texten an die Redaktion des Kulturforums zu übermitteln. Klick hier zur Übermittlung!
 
Mit Klick auf den Button links geht es zum Video von Gerhard Hallermayer.
     

Das Widerstand Denkmal in München-Neuhausen wurde am 5. Juli 2016 eröffnet. Es sprachen der Initiator Wolfram-P. Kastner, Dr. Karl Freller als Direktor der Stiftung Bayerischer Gedenkstätten, der Kulturreferent der LHM, Dr. Hans-Georg Küppers, Dr. Jürgen Zarusky vom Institut für Zeitgeschichte und die Tochter von Otto Kohlhofer, Christa Willmitzer. Alle  Redner forderten die Stadt München damals schon auf, die Ausstellung  unbefristet als Dauerausstellung zu belassen. Das Beispiel der auf Stelen mit Fotos und kurzer Biographie  gezeigten Widerstandskämpfer/innen soll als Beispiel und Anregung und Ermutigung für Gegenwart und Zukunft dienen.

 
 
     
 wir
 über
 uns
Von folgenden Kunstschaffenden bzw. Künstler/innengruppen wurden im ver.di Kulturforum Bayern bislang Exponate, Musikstücke, literarische Texte präsentiert: pep aarau | mona abbond | herbert achternbusch | ernst antoni | michael arantes müller | azzle | demba ba | ilan bachl | werner bachmeier | hans matthäus bachmayer | emanuel bachrach-barrée | hans baschang | angela bauer | max bauer | rolf bayer | knut becker | beißpony | hp berndl | karsten beuchert | alois binder | klaus böttger | vera botterbusch | karin brandl | bernd bücking | vivien cahusac de caux | manuela clarin | de schaug o | evelyn detterbeck | serio digitalino | michaela dietl | manuela dilly | edite domingos | ugo dossi | hansjörg dräger | ursula duch | karl duderstedt | heinrich ehmsen | gabriele von ende | christa emmenegger | gerda enk | jenny evans | judith fait | marta fischer | suzanne fischer | robert b fishman | günther förg | mulo francel | harald frey | gloria gans | rupprecht geiger | günther gerstenberg | steve geshwister | hermann gilbhard | jakob gilg | manfred gleixner | monika "gwendolyn" gmahl | joachim graf | erich guttenberger | anja hackl | joe haneder | helga hansel | gert heidenreich | konrad hetz | albert hien | franz hitzler | ralf höller | ute illig | karl imhof |  carl august jäger | janna jirkova | sabine jörg | clemens kaletsch | barbara kammerer | jamshid karimi | wolfram p kastner | wolfgang z keller | stefan kern | harald kienle | paul klee | thorsten klentze | heinrich kley | jelena kolesnichenko | klaus konjetzky | jan dominik kudla | katalina kossack | hau chun kwong | renate kroh | naomi lawrence | thomas lehnerer | mediendienst leistungshölle | angela lenk | walter lima | urs lüthi | rita mascis |  mehlprimeln | peter mell | gerhard merz | karla mohr | katrin molge | johannes muggenthaler | cornelia naumann | wolfgang niess | carl nissen | lena ditte nissen | benno noll | carl oesterhelt | despina olbrich-marianou | aribert von ostrowski | jaremie otternbach | anna m pascó boltà | miriam pietrangeli | corrina poll | richard polzmacher | björn poppinga | enrico puddu | a m quaß | renée rauchalles | dagmar rhodius | hans richter | karl roth | mario samra | cherry sanaee | fritz schaefler |  simon schaupp |  gudrun schlemmer | fritz schmalzbauer | markus schreiner | georg gerhard schrimpf | andreas paul schulz | lore schultz-wild | manfred schwedler | lotte schwenkhagen | jochen sendler | sophie | steffi staschull | barbara stenzel | wieland sternagel | hans sterr | gila stolzenfuß | francine stork trembley | dieter süverkrüp | peter syr | albin tippmann | corina toledo | andrea katharina unterstraßer | ingrid klaus uschold | rainer vallentin | anja verbeek von loewis | ver.di fototeam hessen | stefanie vogel | aloys wach | günter wangerin | fredder wanoth | hans waschkau | konstantin wecker | friedrich weckerlein | wellbappn | stefanie wiegand | unverschämte wirtshausmusik | sheila xu | marina yushina | margitta zellmer | horst ziegler | bernd zimmer | guido zingerl | bertram zoehl | eckhard zylla | lina zylla
Ausstellungen im öffentlichen Raum


Die vierte bis sechste Etage im
Haus B des Münchner Gewerkschaftshauses hat sich zur Künstlergalerie und zum soziokulturellen Treffpunkt gemausert. Wechselnde Kunstausstellungen, Fotostrecken, Skulpturen locken Interessierte an. 
Wir gestalten die Ausstellungen für Besucher des Gewerkschaftshauses, für Mitglieder und für Noch-Nicht-Mitglieder-, Ehren- und Hauptamtliche. Wir machen diese Expositionen für Menschen, die an Kunst interessiert oder die einfach nur neugierig sind. 
Im 6. Stock des Hauses B hängt -wechselnd- immer ein Teil der ver.di Kunstsammlung "Sisyphos" (sa.si). Etwa alle 18 bis 24 Monate sind auf allen Stockwerken des Kulturforums alle wichtigen sa.si-Exponate zu sehen. 

Welche Ziele werden mit den Ausstellungen verfolgt?
Die Ausstellungseröffnungen und –führungen bieten mehrmals jährlich ehrenamtlichen GewerkschafterInnen, Betriebs-/Personalratsmitgliedern und Beschäftigten des Hauses die Möglichkeit, bei einer kreativen Mittagspause mit kleiner Brotzeit und bei einem Glas Wein einen gemeinsamen Blick auf ein künstlerisches oder politisches Werk und die Person der/des Ausstellenden zu richten.

Damit wird eine Plattform geboten, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Solche regelmäßigen Begegnungsmöglichkeiten, wo sich Ehren- und Hauptamtliche aus unterschiedlichen Gewerkschaften treffen können, gibt es u.E. inzwischen viel zu wenige. 
Die Idee zu alldem ist in den ver.di-Gründungsjahren entstanden, als eine Gewerkschaft nach der anderen das DGB-Haus verließ. 


Es gibt einen zweiten Blickwinkel, das ist der von Beschäftigten des Hauses. Es ist wohltuend, dass viele äußern, dass sie sich mit den Ausstellungen an ihrem Arbeitsplatz immer wieder von unterschiedlichen Ideen überrascht fühlen und es gut finden mit kritischen oder auch weniger kritischen, mit politischen oder spannenden Impulsen aus Expositionen konfrontiert zu werden. Das bringt auch so manchen Widerspruch mit sich, aber so ist das eben bei politischen oder künstlerischen Themen. 


Zum Dritten: Unser Anliegen ist, politische Kunst in öffentliche Räume zu bringen! Politische Künstler, Profis wie Amateure die uns nahestehen, haben viel zu wenig Chancen in öffentlichen Räumen auszustellen; bei uns wurde ein bescheidener Raum für sie geschaffen. Es gibt in München auch weitere Orte, die an diesem Thema arbeiten: z.B. den Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten. 
 
Viertens: Es ist auch einfach spannend, wenn man sieht, dass immer häufiger Menschen in unser Haus kommen und einfach mal nachsehen, was gerade ausgestellt wird. Wir haben inzwischen Ausstellungen, zu denen täglich zwischen 20 und 100 Interessierte ins DGB-Haus kommen, um die jeweils laufende Exposition anzusehen! Das steigende Interesse ist das einfach toll!


Wir verfolgen außerdem noch eine ganz verrückte langfristige Idee,
nämlich eine ver.di-Sammlung „Sisyphos“ zu installieren. 2012 hatten wir den Jahrestag „100 Jahre Gewerkschaftshäuser in München“.
Denkt man 2012 hundert Jahre weiter, kann es in München eine stattliche gewerkschaftliche „Galerie der Arbeit“ geben, wenn ver.di Bayern die Idee des jährlichen Kunstkaufes 100 Jahre lang durchhält. Bis jetzt läuft dieses Vorhaben besser als gedacht.


Die Idee zu dieser Sammlung kam von Mitgliedern der ver.di Landesbezirksleitung und des Präsidiums des Landesbezirksvorstandes in den ver.di Gründungstagen. Dazugekommen sind inzwischen Angebote, dass gewerkschaftliche Künstler, die Interesse daran haben nach dem Ableben nicht in Vergessenheit zu geraten, dieser Sammlung ein oder zwei ihrer wichtigen Arbeiten vermachen. Damit verstauben ihre Werke nicht in Kellern, sondern sind immer wieder öffentlich zu sehen. Es geht bei dem gesamten Projekt „Kunst“ um Identifikation, um Kommunikation und darum, kulturelle Impulse zu geben und: eben langfristig eine Sammlung aufzubauen. 
 

Außerdem verknüpfen wir im ver.di Kulturforum Bayern -so heißt unsere kleine Galerie- politische Themen mit Kunst. Wir bieten schöpferischen Menschen zu wichtigen geschichtlichen Jahrestagen die Gelegenheit künstlerisch dazu Stellung zu beziehen und bieten damit auch thematische Impulse. 
 

Aber wir machen neben hochpolitischen auch einfach optisch schöne Ausstellungen die das Auge und das Herz erfreuen. Darüber hinaus geben wir den ver.di Frauen München rund um den 8. März die Möglichkeit Ausstellungen zu gestalten. 


Es gibt auch immer wieder längerfristige Ausstellungen in Haus C.4. Abwechselnd bieten wir einen kleinen „Geschichtspfad“ zum Thema „Topografische Spuren der Gewerkschaftshäuser in München“ und einen Beitrag zur etwas "unterbelichteten" Erinnerungskultur im DGB Haus. Teile davon sind jederzeit unter "NachDenkMal" auf der website des Kulturforums zu sehen. Diese lautet: verdi-Kultur.de. 


Wie kam es zu all diesen Aktivitäten? 
Vor dem Umbau des Gewerkschaftshauses (2001/2002) wirkte ver.di auf den Hausherrn ein, den verstaubten Charme der 60er Jahre mit schmuddeligen grünen Böden und gelben Wänden sowie schlechter Beleuchtung zu eliminieren. 
Es ging auch darum, zusammen mit den Architekten das Gebäude so zu gestalten, dass wir mit gutem Gewissen Ausstellungen hängen können. Absolut professionell ist das Ergebnis zwar nicht geworden, weil weder die Beleuchtung optimal ist, noch die Ausstellungsräume optimal geschnitten sind. Trotzdem sind gut geeignete Räume entstanden. Das Haus ist ein Kompromiss zwischen Kulturraum und Büro- und Veranstaltungsgebäude geworden. 


Erfreulich ist: Es gibt im ver.di Landesbezirk Bayern einen zwar kleinen, aber verlässlichen Ausstellungsetat. Der reicht aus, Ausstellungen zu finanzieren und Profikünstlern auch ein kleines Ausstellungshonorar zu zahlen, wie ver.di das auch von professionellen Galerien fordern. Der Etat reicht auch, um die website und -einladungen zu finanzieren, jeweils eine kleine Ausstellungseröffnung mit Catering durchzuführen und jährlich ein Exponat für die Sammlung anzukaufen. 






Dieser Artikel entstand aus einem Interview von Dagmar Fries mit Sepp Rauch für die Frauenzeitschrift "quer" von ver.di Bayern. 

Sepp Rauch ist ehrenamtlicher Ausstellungsleiter und Kurator des Kulturforums und der Sammlung Sisyphos.